Viele spielen lange mit dem Gedanken sich selbstständig zu machen. Oder besser noch: Wissen von Anfang an, dass für sie mal nur die Selbständigkeit in Frage kommt. Bei mir war das völlig anders.

Das Jahr 2020 sollte meine berufliche Auszeit werden. Und ab Spätsommer wollte ich mir eine neue Festanstellung suchen. Dass dies schwieriger wird als gedacht konnte ich damals noch nicht ahnen.

Zuerst war da das Warten auf DIE perfekte Stelle bei der einfach alles passt. Solche Stellenanzeigen konnte ich an einer Hand abzählen. Dann das Bewerben auf Stellen, die grob gepasst haben und daher auch noch in Frage kamen. Ich merkte wie ich nach dem Lesen der Stellenanzeigen immer kritisch aussortierte: Das Unternehmen ist zu weit weg, zu viele Arbeitsstunden pro Woche, ganz starre Arbeitszeiten (ja gibt es auch noch!). An allen hatte ich etwas auszusetzen.

Und ich hatte ja das Leben während meiner Auszeit sehr genossen: Morgens einkaufen gehen, mittags der Spaziergang oder im Sommer ganz früh aufstehen und mein eigenes Gemüse auf dem Feld bewässern. Wollte ich jetzt wirklich zurück in den 9-to-5 Job mit einer Pendelzeit pro Strecke von 40 Minuten (plus Stauzeit wohlgemerkt)?

NEIN! Ich wollte weiterhin Herr über meine Zeit sein und mir diese frei einteilen. Und dann fiel mir im November der Job der Virtuellen Assistenz vor die Füße – ich hatte davon vorher noch nichts gehört. Plötzlich fügten sich alle Gedanken und ich beschloss: Genau das will ich – virtuell arbeiten und selbst bestimmen, wann ich die Arbeit erledige.

Ich beschäftigte mich von da an nur noch mit dem Thema Selbstständigkeit, bereitete akribisch alles vor und nun ist seit dieser Woche alles offiziell umgesetzt.

Hätte mich jemand vor einem Jahr gefragt ob ich mir vorstellen kann selbstständig zu sein hätte ich nur den Kopf geschüttelt.

Learning: Sag niemals nie und lasse dich überraschen was das Leben für dich bereithält.